Philippinen – Moalboal und das Klischee

Nach einem 17 Stunden Marathonflug mit Umstieg in Kuala Lumpur kamen wir in Cebu City an. Wir waren fertig und nicht gerade gut gelaunt. Es war mitten in der Nacht. Die restlichen Kontrollen liefen ohne Probleme und überraschend schnell ab. Es war nur noch die Herausforderung zum Hotel zu gelangen. Schon am Ausgang versuchen „Taxi-Anbieter“ einem ein absolut günstiges Angebot aufzuschwatzen. 480 Pesos für zwei Personen. Nope – und weiter ging es zum Taxi-Stand, wir haben geschaut und es hieß immer man solle ein weißes Taxi nehmen, die sind günstiger bei gleicher Leistung. Die Schlange war riesig und nach 40 Minuten hatten wir dann auch ein Taxi. Taximeter an und Ziel angeben. Ab ging es durch Cebu City bei Nacht. Wie immer ist der Fahrstil einfach nur schlecht aber auf den Philippinen wird bei Nacht noch das Fernlicht an der Ampel angeschaltet und dann nicht ausgemacht. Es wird immer mit der Hupe überholt und vorausschauendes Fahren ist was für Weicheier…

Als wir am Hotel ankamen, stand auf dem Taximeter 260 philippinische Pesos (ca. 4 Euro), am Arsch bester Preis ;). Zimmer beziehen und ab schlafen. Wir wurden früh (un)schön von Hähnen geweckt. Man, für eine Stadt hat Cebu City verflucht viele Hähne. Nach dem Frühstück sind wir dann etwas herum gelaufen und haben uns ein bisschen die Stadt angeschaut, aber leider war dieser Teil nicht sonderlich schön. In den Bergen soll es ein paar sehr ansehnliche Stellen geben. Da wir den nächsten Tag weiter nach Moalboal reisen wollten, war es uns nicht so wichtig. Die Hitze und der Straßenverkehr war auch nicht förderlich für unseren Eindruck.

Es ging nach Moalboal. Der Fahrer war ein Stunde früher da, das ist komisch. Aber als wir mit ihm gefahren sind wussten wir warum. Die Fahrweise war waghalsig und unüberlegt. Die Straße war voll und ständige musste gehupt werden. Manchmal konnte ich nur mit dem Kopf schütteln, wie in Vietnam. Als wir ankamen waren wir ein bisschen erleichtert. Wir haben unser Zimmer bezogen und sind zur Tauchbasis gegangen. Es war gerade etwas geschäftig und wir mussten durchfragen wo unser Kontakt ist. Als wir dann Kalle gefunden hatten und alles besprochen hatten, konnten wir auf die Sekretärin warten.

Wir genossen das schöne Wetter bis der eigentliche Boss auftauchte 😉 und wir alles in Ruhe mit ihr besprechen konnten. Die größte Aufgabe an diesem Tag bestand darin, ein Restaurant zu finden.

Am nächsten Tag ging es endlich wieder unter Wasser. Wir fuhren mit dem größeren Boot hinaus und unser Diveguide Stefan gab uns kurz eine Einweisung. Zeug an und mit Rolle rückwärts ging es ins Wasser. Die Unterwasserwelt von Moalboal ist wunderschön aber auch schon gezeichnet durch das Dynamitfischen. Die Regierung kümmert sich immer stärker um den Erhalt der Riffe und der Natur. Es wurden vor kurzem auch verschiedene Strände und Inseln gesperrt. Der Massentourismus hinterlässt hässliche Spuren. Immer wieder sieht man die Überreste von toten Korallen und leider auch ganze Felder davon. Zum Glück ist der Großteil noch intakt und die Fische sind auch sehr zahlreich. Wir haben 20 Tauchgänge gebucht und damit viel Zeit unsere Taucherfähigkeiten zu verbessern.

Auf den Philippinen ist mir etwas ganz besonders aufgefallen. Es gibt hier sehr viele Paare der Marke alter weißer Mann mit junger schöner Filipina. Ein Klischee welches man hier sehr häufig sieht.

Jetzt wird sich unser Alltag erst einmal auf essen, tauchen und schlafen beschränken.

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