Ausflug zur Mornington Peninsula

Mornington Peninsula

An Christofs Geburtstag wollten wir noch einmal etwas unternehmen, also haben wir einen kleinen Tagesausflug zur nahegelegenen Mornington Peninsula gemacht. Ich hatte vorher ein wenig geschaut, was man so machen kann und habe uns einen Ausblick herausgesucht mit anschließendem Schnorcheln am Mushroom Reef Sanctuary. Wir fuhren also los und ich hatte extra eine schöne Route am Meer entlang ausgesucht. Natürlich hatten wir vergessen, dass Samstag ist und die Australier auch gerne mal zum Strand fahren. Also fuhren wir durch den Verkehr und versuchten dabei keine Radfahrer, Fußgänger oder andere Autos anzufahren. Hat ganz gut geklappt. Unser Aussichtspunkt nannte sich Arthurs Seat. Er besteht aus einem kurzen Rundweg mit mehreren Aussichtspunkten. In eine Richtung sah man Melbourne ganz klein in der Ferne und in die andere die Halbinsel, die wir einige Wochen zuvor passiert hatten, um mit der Fähre von Sorrento nach Queenscliff zu gelangen und dann dort die Great Ocean Road abzufahren. Die Sonne schien und die Sicht war gut. Als wir den Rundweg beendet hatten ging es weiter, den Hügel wieder hinunter und in Richtung Meer. Der Strand war recht ruhig und nur wenige Schnorchler und Sonnenanbeter tummelten sich am Strand herum. Los ging es also: Wetsuit anziehen, Flossen, Schnorchel und Taucherbrille in die Hand nehmen und erst einmal die 50-60 m über mehr oder weniger spitze Steine zum Wasser staksen. Endlich mal wieder Schnorcheln! Als wir aber dann im Wasser waren sahen wir nicht all zu viel. Ein Fisch hier, einer da und viel Seegras und ein paar Muscheln. Als wir genug davon gesehen hatten gingen wir wieder an Land und genossen ein Stück vom Zitronenkuchen, den ich noch fix gebacken hatte. Wir verbrachten noch etwas Zeit am Strand und ich ging noch einmal los zum sandigen Einstieg ins Wasser. Dort entdeckte ich einige Kugelfische und bunte Fische, ohne eine Taucherbrille aufzuhaben. Das Wasser ist klar und die die Kugelfische vergraben sich als Tarnung gern im Sand. Nach meinem kleinen Ausflug zum Wasser packten wir zusammen, denn der Magen fing nun an zu knurren. Ich hatte im Vornhinein eine Brauerei herausgesucht, wo man sehr gutes Essen bekommt. Die Jetty Road Brewery macht nicht nur leckeres Essen, sondern auch richtig leckeres Bier. Ich ließ Christof trinken und war von da an „Designated Driver“. Vollgefressen und leicht angeheitert ging es wieder zurück nach Hause.

Mushroom Reef Sanctuary

Nun, die letzte Geschichte die wir von Australien noch erzählen können ist die, wie wir letztendlich unseren geliebten Bob verkauft haben. Wir bekamen immer wieder mehr oder weniger seriöse Anfragen. Manche beantworteten wir gar nicht und manche nur mit Smiley. Warum sollte ich auch auf die Anfrage „What’s your last price?“ antworten?! Die meisten waren einfach nur unhöflich und nervig, sie fragten ein-zwei Sachen nach und meldeten sich irgendwann einfach nicht mehr… Man kann doch einfach sagen „Hey, sorry, aber ich bin nicht mehr interessiert“ und fertig. Und dann kamen noch ständig Anfragen, ob wir nicht bis vor die Haustür des potenziellen Käufers fahren könnten. Viele antworteten schon nach dem Vorschlag sich in der Mitte zu treffen nicht mehr. Eines Nachmittags bekamen wir aber eine sehr interessierte Anfrage von einem englischen Pärchen und wir verabredeten uns gleich für den Abend. Sie kamen sogar zu uns! Naja, fast zumindest. Sie schauten sich Bob an, drehten eine Proberunde und schon am nächsten Morgen schrieben sie uns: „Wir nehmen den Van“. Die Freude war groß, wenn auch etwas verhalten und skeptisch. Vor allem weil sie das Überschreiben und die Übernahme erst 5 Tage später machen wollten. Da gingen bei uns alle Alarmglocken an und wir versuchten ruhig zu bleiben und nicht zu merkwürdig rüberzukommen. Also haben wir das akzeptiert. Wir hatten in den 5 Tagen sogar noch eine Interessentin, die den Van noch am gleichen Tag genommen hätte. Nur für 300 Dollar weniger. Aber wir hatten den Van schon den Engländern versprochen und die Übernahme sollte am nächsten Tag stattfinden. Also sagten wir der Interessentin, dass wir uns das mit dem Preis noch überlegen würden und hielten sie uns so noch warm, falls doch etwas mit dem Verkauf schief gehen sollte. Die Übernahme fand Montagabend statt. Endlich lief alles glatt und das Geld kam auch wenige Tage später auf meinem Konto an. Endlich konnten wir unsere Weiterreise planen. Der Flug nach Cebu, auf die Philippinen ging schon wenige Tage später, am Donnerstag. Auf geht’s zum Tauchen auf die Philippinen!!!

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