Warmes Matschbad am Strand von Kawiha

Nach so viel Aufregung in engen Höhlen brauchten wir wieder etwas Erholung. 😀 Uns wurden die Hot Pools bei Kawiha empfohlen. Die Fahrt dahin fühlte sich endlos an, es ging wieder hoch und runter, links rum, rechts rum und dann wieder von vorn. Zum Glück war ich die ganze Zeit Beifahrerin, so konnte ich die wundervolle Landschaft genießen. Da wir ziemlich kaputt waren vom Klettern und Plantschen in den Höhlen, hielten wir einige Kilometer vor Kawiha an einem Roadhouse irgendwo im nirgendwo an um die Nacht zu verbringen. Belohnt wurden wir noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang hinter den Bergen begleitet vom blöken der Schafe. Am nächsten Morgen ging es dann auf nach Kawiha.

Kawiha, wo man heiße Quellen am Strand finden kann, ist eigentlich ein kleines Fischerdorf. Dementsprechend wenig Touristen gibt es dort. Nun, um die heißen Quellen genießen zu können muss man erst einmal etwas arbeiten und graben. Dafür liehen wir uns eine kleine Schaufel an der unscheinbaren Touristeninformation aus und los ging es noch einmal 4 km zum Hot Water Beach. Die heißen Quellen sind nur etwa 4 Stunden bei Ebbe zu finden, da sie sonst vom Wasser bedeckt sind. Nachdem wir die Düne überquert hatten sahen wir… eine handvoll Menschen, die sich kleine Löcher am Strand gebuddelt hatten und sich darin einweichten. Wir liefen also in Richtung der anderen. Wir waren etwas ratlos, wo genau wir jetzt graben müssten, also fragten wir erst mal nach, wie das hier nun funktioniert. Uns wurde erklärt, dass es (normalerweise) am Strand zwei Stangen gibt, zwischen denen die heißen Quellen zu finden sind. Leider gab es an diesem Strand nur noch eine. Zwischen diesen eigentlich zwei Stäben muss man dann etwas herumlaufen und mit den Füßen im Sand rumpuhlen, bis man eine Stelle gefunden hat, die warm genug erscheint. Dann gilt es sich an dieser Stelle ein Loch zu graben, das groß genug ist, dass man reinpasst. Ich ließ Christof mal anfangen mit der einen Schaufel zu graben, die wir hatten. Leider wurde mir aber das zugucken verwehrt, da mir von unserem Nachbarn, einem Amerikaner, eine Schaufel angeboten wurde. Na gut, dann helfe ich mal ein bisschen. Langsam wurde unser Loch etwas größer und größer. Als wir die Lust verloren im immer nachrutschenden Sand zu graben, legten wir uns probeweise mal in unser frisch gebuddeltes Loch… AAAAaaaahhhh… Jaaaa…. Wie in der Badewanne. Nur mit viel besserer Aussicht. Wir gruben immer mal wieder etwas in unserem Sandbad herum, perfekt war es aber nie. Trotzdem war es irgendwie perfekt, der Tag war grau und regnerisch, was hätte man sonst machen sollen. Aufgeweicht und schrumpelig mit unseren Badesachen voller Sand ging es dann zum Campingplatz um zu duschen, essen und Wäsche zu waschen. Dumm nur, dass es nachdem wir die Wäsche aufgehangen hatten, die nächsten Stunden und Tage fast durchweg regnete.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Hobbiton. Damit wir am folgenden Morgen unseren Weg zum Dorf der Hobbits finden würden, fuhren wir schon mal zum Filmset. Unsere Mägen knurrten, also aßen wir gleich da etwas und es war erstaunlich gut. Zum Burger gab es Cider in 0,5 Liter Flaschen (gibt es sonst gar nicht in Neuseeland oder Australien) aus der eigenen Brauerei. Danach ging es vollgefressen zum Campingplatz und wir genossen einen ruhigen Nachmittag am See Karapiro.

Ein Gedanke zu „Warmes Matschbad am Strand von Kawiha

  • März 21, 2018 um 2:09 pm
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    Diese heißen Quellen könnten wir hier echt gebrauchen.
    Schaufel und Spaten wäre da.

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